Samstag, 31. Juli 2010
Öko-Tipp Nr. 2 - Putzen
Bei dem heutigen Tipp geht es vor allem um zweckmäßiges Putzen. In der Werbung wird suggeriert, entweder DAS Power-Super-Mega-all-in-one-Putzmittel zu brauchen, oder für jeden Zweck ein Spezial-Putzmittel.
Chemisch gesehen gibt es kein Eins-für-alles-Putzmittel, auch wenn sie es uns glauben machen wollen. Zum Glück gibt es im Haushalt kaum Schmutz, der nicht mit simplen Mitteln wegzubekommen wäre.
Für den Fliesenboden, Kacheln und das Bad (inklusive Waschbecken, Wanne etc.) reicht ein Allzweckreiniger. Das kann ruhig der Billigste sein. Für Regionen, die sehr kalkhaltiges Wasser haben, könnte fürs Bad eventuell noch ein Essigreiniger gut sein.
Das Klo bekommt natürlich einen Kloreiniger *g*, da tut es natürlich auch ein günstiger. In den teuren Produkten ist auch nix anderes drin, vielleicht mehr Duftstoffe und die Verpackung springt einem mehr ins Auge, aber das wars dann auch schon.

Fenster putzt man mit Spülmittel und gegebenenfalls 'nem Schuss Spiritus. Ein guter Abzieher ist natürlich Pflicht. Nachpolieren kann man mit Küchenkrepp.

Staubwischen: ein trockenes oder leicht feuchtes Mikrofasertuch ist billiger und umweltschonender als Wegwerf-Staubtücher.

Für allen anderen (auch hartnäckigen) Schmutz, muss man erstmal wissen, woraus der Schmutz besteht, damit man es reinigen kann. Oft helfen hier Omas Hausmittel besser, als irgendwelche Chemiekeulen. Auf Rotwein kommt Salz, Fettflecken kriegt man mit Öl oder Waschbenzin heraus und Teekannen reinigt man mit Natron (Natriumhydrogencarbonat, auch in Backpulver). Und ja, das ist auch alles Chemie, aber zweckgebunden, und damit weniger schädlich!
Eingesiffte Abflüsse kriegt man mit Essigessenz sauber (etwas einwirken lassen). Man braucht keine Oxi-Action und keine Chlorpower. Das Wasserwerk wird es euch danken.

Wer seine Wohnung geputzt hat, der braucht keine Duft-Verbreiter. Also weg mit den Klosteinen, Raumsprays und Duftversprühern. Das produziert unnötigen Müll und ich persönlich finde, das stinkt. Es ist wie mit den Menschen: Jemand, der nach „frisch geduscht“ riecht, ist mir alle mal lieber, als einer, der fünf Liter Parfüm aufgelegt hat. Selbst wenn er vorher geduscht hat ;-)

Einen dezenten Duft im Haus erreicht man - je nach Geschmack - mit frischen Gartenkräutern, Lavendel oder man kocht mal einen Kaffee oder backt ein Brot ;-) Immer der gleiche Duft wäre ja auch irgendwie langweilig oder?

Noch ein Wort zum „Hygiene-Hype“ (tolles Wort, nicht? *g* ). Man braucht keinen Hygiene-Zusatz! Weder im Waschmittel, noch im Putzmittel, noch im Klostein! Natürlich sind da überall Bakterien, aber wen stören die denn? Selbst wenn irgendjemand auf die Idee käme, von seinem Fußboden zu essen, glaub ich nicht, dass er krank würde.
Für alle Hypochonder unter euch: Anstecken tut man sich draußen, da nämlich, wo kranke Menschen rumlaufen. Zu Hause steckt man sich mit nichts an, es sei denn man isst verdorbene Lebensmittel.
Also immer schön die Hände waschen vor dem Essen und wenn ihr nach Hause kommt, und alles ist okay!

Und wieder haben wir ein paar Chemiekeulen gespart und es stehen weniger Putzflaschen im Schrank. Jeden Tag eine gute Tat ;-)

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