Mittwoch, 30. September 2009
Fehler in Sci-Fi-Filmen/Serien
Hier mal meine Top 6 an Paradoxien in Sci-Fi.

1. Schwerkraft: Das Schiff wird schwer getroffen, alles fällt aus, am Ende sogar die Umweltkontrollen, es gibt Hüllenbrüche, der Antrieb streikt, überall fällt das Licht aus, es gibt kaum noch Energie. Was bleibt? Die künstliche Schwerkraft. Bitte Hollywood, nehmt öfter Geld zur Hand und lasst die Schauspieler öfter schweben...

2. Trägheitsdämpfer: Diese ganzen tollen Raumschiffe sind mit Trägheitsdämpfern ausgestattet, wodurch der Kaffee in der Tasse bleibt, wenn der Steuermann Gas gibt. Das Schiff ist voll intakt und wird angegriffen, die Schilde halten. Aber: Es wackelt!! Die halbe Crew torkelt durcheinander. Ja wirken denn da keine Trägheitsdämpfer?? Ist doch auch nichts anderes als ne Beschleunigung. Ok, dramaturgisch etwas hübscher, wenn alles wackelt, wenn grad die Feinde rumballern.

3. Außerirdische sind immer gleich: Entweder, außerirdische sind humanoid, also menschenähnlich, was noch dadurch erklärt werden kann, dass sich eine Ur-Spezies in menschenähnlicher Gestalt im halben Universum ausgebreitet hat. Und dann gibts noch so tolle Sachen wie lebende Nebel, intelligenter Schleim... aber warum gibt es nur so selten intelligente Wasserbewohner die im All herumschweben? Sind etwa wassergefüllte Raumschiffe zu schwer herzustellen für die Requisite?

4: Knall, Bumm, Peng: Im All gibt es keine Luft, also keinen Schall und kein Feuer. Alles ist still und kalt. Jaaaja... es ist halt einfach netter, wenn das Schiff in einem tosenden Feuerball aufgeht, anstatt einfach nur still zu implodieren...

5. Zeit: Viele Menschen in Science-Fiction überwinden mit einem Knopfdruck Lichtjahre in wenigen Sekunden. Haben die Macher der Serien noch nie über zeitliche Paradoxien nachgedacht? Nur in einzelnen Folgen werden solche Phänomene aufgegriffen, aber die zeitliche Verschiebung tritt immer auf.
Was wir aus dem Raumschifffenster aus sehen ist schon längst vorbei, sieht schon völlig anders aus. Und wie sieht es mit dem Altern aus? Je näher man einer großen Masse ist, desto langsamer vergeht für einen die Zeit... usw. usw.

6. Holodeck: Eine tolle Erfindung für die Mitreisenden der Star Trek Episoden, das Holodeck. Trekkies bitte korrigiert mich, aber ich hab das immer so verstanden, dass ein Hologramm eine Lichterscheinung mit Kraftfeld ist, damit man es anfassen kann. Ebenso im Holodeck, bloß, dass man durch Transporter immer wegbefördert wird, also quasi "laufend auf der Stelle steht", ansonsten müsste man ja irgendwann vor die Wand latschen.
Was passiert eigentlich, wenn ich dort auf dem Holodeck baden gehen will? Oder etwas esse? Dann müsste man sterben, sobald man das Holodeck verlässt. Gut, ok, es könnte auch so sein, dass das Wasser und Essen repliziert ist, also materiell in "echt" da ist, aber dann sehe ich es auch in echt. Wenn ich also einen Apfel in einer Holo-Wüste an Punkt A ablege und mich dann kilometerweit entferne, wäre der Apfel immernoch genauso weit von mir entfernt wie vorher? Schließlich ist er echt und kein Bild...

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