Freitag, 29. Januar 2010
Angst in deutschen Märchen/Kinderliedern
Auch ich melde mich dann doch noch mal zurück ;-)

Heute mit der Frage, warum ausgerechnet die deutschen Kinderlieder und Märchen so viel mit Angst zu tun haben.
Bekannteste Beispiele sind natürlich Stuwwelpeter und Max und Moritz u.ä., wo Finger abgeschnitten werden, Kinder verbrennen oder in Teig ertränkt und gebacken und anschließend von Gänsen aufgefressen werden.

Sowas lässt sich doch alles in einen guten Splatter-Film verarbeiten.

Aber auch weitaus subtilere Sachen kommen vor. Schonmal über die Zeile im Wiegenlied "Guten Abend, gute Nacht" nachgedacht, wo es heißt "... morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt"
Wenn Gott also keine Lust hat, das Kind zu wecken, wacht es nie wieder auf?

Natürlich werden auch in anderen Ländern und Kulturen Horrormärchen erzählt, damit Kinder artig bleiben, aber irgendwie scheint sich das in der deutschen Literatur wie ein roter Faden zu ziehen, es MUSS Angst einjagen, sonst gehorchen die Blagen nicht.

Aber anscheinend hat keiner weitergedacht, denn wenn das Kind einmal begriffen hat, dass diese Schauermärchen so gut wie nie zutreffen... wo bleibt dann die Wirkung?

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